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E-Scooter nur in neueren Bussen zulässig?
8596
In den letzten Wochen wurden etliche Busse mit zusätzlichen blauen Aufkleber bezüglich der Mitnahme sog. E-Scooter (schwere, große E-Rollstühle) versehen.

Doch es wurden bei Regiobus nur Busse der Bj. 2019/2020 damit versehen, hiervon fast alle.
Kein einziger Bus mit Bj. bis 2018 hat diese Aufkleber erhalten.

Von den Üstra-MAN haben nur Wagen der Teilserien 7427 - 7434" diese
Aufkleber erhalten (und die E-Citaros).

Angesichts der Vielzahl der betrachteten Fahrzeuge (alleine rund 80 Regiobusse) kann es sich eigentlich nicht um Zufall handeln.

Gibt es bei den "älteren" Fahrzeugen Einschränkungen bezüglich der Tragkraft der Rampen oder der Aufstellmöglichkeiten im Bus?

Falls dem so ist, sind Nachrüstungen geplant?

Eine Freigabe nur in einem begrenzten Teil der Flotte bringt den potentiellen Nutzern so gut wie gar nichts.
 
Busfreak

Zitat

8596 schrieb:

Eine Freigabe nur in einem begrenzten Teil der Flotte bringt den potentiellen Nutzern so gut wie gar nichts.


Das ist ein schlaues Gerede - allerdings wurden jahrelang keine E-Scooter befördert, sodass der Status Quo für potentielle Nutzer schon eine Verbesserung darstellt. Wie man sich angesichts der Fahrzeugeinsätze denken kann, wird sicherlich eines Tages kommuniziert werden, dass (beispielsweise) auf den Linien 100, 200, 500 und 700 (nahezu) jedes Fahrzeug E-Scooter mitnehmen kann. Dazu muss aber auch erst einmal eine ausreichende Anzahl tauglicher Busse verfügbar sein. Spätestens dann wirst du aber auch in der Innenstadt (nahezu) nur noch die dafür zugelassenen, neuen Busse antreffen können.

Mit jeder Lieferung neuer Busse verbessert sich die Mitnahmemöglichkeit im Streckennetz. Das kennen wir schon aus Zeiten, als Hoch- durch Niederflurbusse ersetzt wurden. Da gab es auch nicht von einem Tag auf den anderen 100 % Barrierefreiheit für alle.

Wie damals spricht auch heute nichts dagegen, sich im Voraus bei den Verkehrsunternehmen zu melden und einen konkreten Fahrtwunsch anzumelden, sodass ein entsprechendes Fahrzeug eingesetzt werden kann.

Wenn ich zudem bedenke, dass sicherlich keiner der Busse, für die du quer durch Deutschland fährst, um sie zu fotografieren, einen E-Scooter befördern kann, sind wir trotz der geschilderten Einschränkungen sowohl in der Stadt, als auch in der Region Hannover schon ziemlich weit in Sachen Inklusion. Manches geht aber einfach nicht von heute auf morgen.

Gruß
Patrick

PS: Meiner Meinung nach sind E-Scooter im Bus eine Gefahr, da sie extrem groß und extrem schwer sind. Das birgt sowohl beim Ein- und Ausladen, als auch während der Fahrt eine latente Gefahr für alle. Viele Betriebe verweigern daher bis heute die Beförderung. Auch wenn man bedenkt, wieviel Sondernutzungsfläche von einem E-Scooter blockiert wird, der nicht von anderen, in ihrer Mobilität eingeschränkten, Personengruppen genutzt werden kann, finde ich die Zulassung von E-Scootern bei regiobus und ÜSTRA in Absprache mit den zuständigen Verbänden durchaus bemerkenswert. Und auch wenn ich davon nicht begeistert bin, gönne ich jeder Nutzerin und jedem Nutzer die Mitfahrt - zukünftig auf immer mehr Verbindungen.
 
8596
Was sind denn die Ausschluss-Gründe z. B. bei den Regiobussen Bj. 2017/18?
 
MAN8406
In Hildesheim ist es genauso alle Fahrzeuge ab Baujahr 2018 können E-scooter befördern weil sie eine verstärkte Rampe haben und auch der Mehrzweckplatz ist deutlich größer als bei den Bussen zuvor, weil der platzt zum wenden der Fahrzeuge gebraucht wird. Außerdem sind Rückenlehnen wo sich normale Rollstuhlfahrer dran anlehnen deutlich verstärkt um auch das mehr Gewicht von E.scootern halten zu können.
 
MAN-SUE-242
Hallo ich finde auch die E-Scooter nicht gut in Bus weil die Personen nicht in der Lage sind vernünftig auf den Platz stehen zu pleiben, wenn der Bus fährt dann versuchen sie sich zu wenden und fahren überall gegen so das der Fahrer abgelenkt wird und das Fahrzeug geht auch da durch kaputt oder blockieren den anderen Fahrgäste den Weg. Und auf der 700 wird es eine Katastrophe da steigen allein 3 Kinderwagen ein und 2 Rollator und dann noch E Scooter.
 
8596
Da habt Ihr nicht Unrecht.
Das ist halt eine politische Entscheidung und möglicherweise eine Frage entsprechender EU-Verordnungen.

Was ich mich frage, ist ob man nicht einem Teil der Betroffenen kleinere E-Rollstühle zur Verfügung stellen könnte.

Die Riesen-Dinger sind ja nicht nur beim Busfahren unpraktisch, sondern z. B. auch in Aufzügen etc.

Und einem leichteren E-Rolli können zwei oder drei Leute zur Not eine Stufe hoch helfen.
 
busfahrer1096
Die Fahrzeuge ab 2019 haben soweit ich weiß einen minimal breiteren Mehrzweckbereich (es geht hier um cm). Suche mal nach einem guten Bild
Gruß
busfahrer1096
 
frode
Die Beschränkungen gelten nicht für Elelektro-Rollstühle. Die Rampen sind daher für 300kg Gesamtgewicht zugelassen. Sie werden im Allgemeinen von der Krankenkasse finanziert oder leihweise zur Verfügung gestellt. Die Nutzer sind darauf angewiesen, um sich fortzubewegen. Sie bleiben während der Busfahrt meist im Rollstuhl sitzen.

E-Scooter werden im Allgemeinen selbst finanziert. Die Nutzer sind meist gehfähiger als E-Rolli Nutzer. Sie verlassen ihr Gefährt teilweise während der Busfahrt, wenn ein anderer Platz frei ist.
Die E-Scooter wurden von vielen Verkehrunternehmen zunächst abgelehnt wegen erhöhter Unfallgefahr. Denn der Schwerpunkt liegt höher. Außerdem erschwerten unterschiedliche Abmessungen die Entscheidung der Mitnahme. Inzwischen gibt es aber eine Vereinfachung. Mit einer blauen Plakette bestätigt der Hersteller die ÖPNV Tauglichkeit seines Produktes.
Spötter vergleichen E-Scooter mit Aufsitzmähern ohne Mähwerk oder mit den Fahrzeugen von „Goofy“ in alten Micky Maus Heften.

Ich will diese Fahrzeuge aber nicht lächerlich machen. Sie erlauben es, noch selbstständig mobil zu sein, wenn man aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Autofahren kann oder nicht mehr sollte.
Bearbeitet von frode am 08.03.2021 00:08
 
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